Hört hört …

So vor 15 Jahren war das wohl, als die Webbrowser das erste mal in der Lage waren Sounds direkt abzuspielen. Es gab verschiedene Möglichkeiten und sie funktionierten unterschiedlich gut und niemals in allen Webbrowsern. Aber es war ein Feature das gerne und exzessive eingesetzt wurde, sodass Webseiten einen dann gerne mit plötzlich losbrüllenden Geräuschen traktierten. Entsprechend gab es dann kleine “Banner” mit denen man nicht nur ausdrückte für welchen Browser eine Webseite angeblich optimiert wäre, sondern auch klarstellte dass diese Seite “No Scary Sounds” enthalten würde. Sowohl die Hintergrundgeräusche als auch die Verwendung von Bannern, die einen auf Dinge hinwiesen, die einen sowieso nicht interessierten, war zweifelhaft und sind inzwischen weitgehend verschwunden.

Andererseits lassen sich mit Hintergrundgeräuschen natürlich auch sehr positive Dinge bewerkstelligen, vor allem wenn sie nicht nur verspieltes unnötiges Beiwerk sind und man die Art der Geräusche auf den Verwendungszweck optimiert. Automatisch startende Hintergrundgeräusche sollten wirklich auch Hintergrundgeräusche sein, ähnlich denen wie moderne Computerspiele sie zur Untermalung von Szenerien einsetzen.

Ich habe nun auch einmal den Versuch gewagt und hier unten einen kleinen Flashplayer eingebunden. (Ja sorry, ich sollte einen Banner hinzufügen auf dem steht “Not usable on iDevices”.) Dieser sollte sogar automatisch loslegen und automatisch loopen. Das Soundfile entstammt eigenen Aufnahmen, mit einem recht schnieken Gerät und die Sounds sollten recht übergangslos und unmerkliche Loopübergänge haben.

Wer also an beliebigen Orten und zu beliebigen Tageszeiten ein wenig Geräuschumgebung simulieren will, kann das einfach mal im Hintergrund laufen lassen. Der Effekt ist recht beeindruckend, sobald man erst einmal vergessen hat, dass da nur eine Konserver läuft.

Ich habe für den Anfang mal nur drei aktuelle Beispiele solcher akustischen Desktophintergründe, mit ein wenig Frühlingsgeschmack, hier hinterlegt.

Wenn dieser erste Versuch soweit klappt und sogar schmeckt, gibt es bei Gelegenheit weitere Geräusche und Backgrounds. Wünsche und Anregung gerne hier oder auf einem der anderen Wege als Kommentar.

Frühling, Vögel, Hinterhof, entfernt eine S-Bahn und Flugzeug, ab und an Geräusche von Menschen, Stimmen, Schlüssel, …

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Früher Vormittag in einer kleinen Stadt, Vögel, eine Kirchturmglocke, entfernter Lärm und einige sonstige Geräusche, aber insgesamt eher ein ruhiger Hinterhof

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Ein Wasserfall und damit eher eintönig, aber ein nettes Hintergrundrauschen, wobei Wasserfälle sehr unterschiedlich klingen können. Weitere Varianten ggf. demnächst. :-)

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Alien Eggs

Wer kennt es nicht, das fröhliche Färben der Eier zu Ostern. Um mal ein wenig schlau zu schwätzen: Es ist tatsächlich ein Brauch als die Fastenzeit noch ernst genommen wurde und man die Eier, die man nicht verzehren konnte, farbig markierte, um sie so von ihren frischen Kollegen unterscheiden zu können.

Wie man nun zweifarbige Ostereier der besonderen Art herstellt, zeigt dieses Video. Dabei steht der Überraschungseffekt für den Eierkonsumenten im Vordergrund.

Als Nachtrag zu diesem Video noch ein paar technische Hinweise: Die Ursache für das häufige Platzen und Ausquellen der Eier konnte durch Experimente eingegrenzt werden. Kurzum sind Lufteinschlüsse und Schaumbildung das Problem. Je mehr kleine Luftbläschen ins Ei kommen, umso mehr Druck entsteht beim Erhitzen, sodass die Eimasse herausquilt, sich Hohlräume bilden und das Ei ggf. einfach explodiert. Das ist amüsant, aber wenig zweckdienlich. Außerdem sieht das Ergebnis aus, wie ein glibberiger Schwamm. Mit einigen Verbesserungen im technisch fachlichen Umgang sollte es jedoch möglich sein, die Schaumbildung einzudämmen und bessere Ergebnisse zu erzielen.

Mehr Videos dazu, mit mehr Theorien zu Heidenhühnern und Christisten, wird es jedoch voraussichtlich erst zum Osterfest 2013 geben. Falls dann die Welt noch nicht untergegangen ist.

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CDU goes 90ies – Domains Bunkern für Anfänger

Herzlichen Glückwunsch! Die CDU ist endlich in den 90ern angekommen und schnappt sich Domains die sexy sind. Das ist eine Sache die seit etwa 1995 praktiziert wird um sich ein paar Claims zu sichern und die typischerweise heftige Rechtsstreite gegen die sogenannten “Störer” nach sich zieht, die versuchen sich mit fremden Federn zu schmücken. Wem im Zweifel eine Domain gehört oder nicht gehört, gerade wenn die Bezeichnungen “sexy” sind, können Gerichte inzwischen ganz gut auseinander halten. Dass eine CDU sich nun als “Piraten” ausgibt, ist geradezu lustig und ich erwarte hier ein paar kreative künstlerische Aufarbeitungen.

 

Artikel in der SZ hierzu: http://www.sueddeutsche.de/digital/cdu-ortsverband-registriert-piraten-adressen-unter-falscher-flagge-1.1319309 (Hinweis am Rande: Noch darf man diesen Link ja machen … wenn es nach der CDU geht kostet das aber bald Knete.)

Das was die CDU hier versucht hat ist eher albern und kindisch, weil es seit vielen Jahren als “oldschool” gilt. Kurzum: Vor 20 Jahren, wäre das trendy gewesen. Heute ist es dämlich. Die Domains könnten sich die Piraten leicht von der CDU zurückholen, wenn sie denn wöllten. Inhalte stellt die CDU bislang unter den Domains mit falschem Namen nicht ein. Das wäre nämlich auch ein gefährliches Spiel und würde noch mehr Angriffspunkte liefern.

Dass nun die CDU mit in dieser “Kampagne” einen geschickten Schachzug sieht, ist lustig. Faktisch ist es weder sinnvoll, noch üblich, sich sämtliche Domains, die auch nur entfernt mit einem zu tun haben, selbst zu registrieren. Wortkombinationen von CDU mit Ortsnamen, Personen und anderen trendigen Worten, sind im Gegenzug zu Hauf noch verfügbar. Sich darüber zu wundern, dass es noch solche “unregistrierten” Domains gibt, zeugt nicht gerade von Kompetenz, aber immerhin von Neugier, sich nun auch mal mit der digitalen Welt zu befassen.

In der Tat hat bisher nicht jeder Ortsverband der Piratenpartei seine eigene Domain und seine eigene Homepage. Gerade als junge Partei die nicht mit Millionengeldern subventioniert ist, wie etwa die CDU, macht es auch kein Sinn, sein Geld pauschal mit solchen Aktionen zu verpulvern. Insofern könnte hier die CDU das versuchen, was man eine feindliche Übernahme nennt. Mit mehr Geld einfach den Gegner solange unter Druck setzen, bis der finanziell ruiniert ist. Wären die Piraten dämlich, würden sie jetzt Domains bunkern, noch und nöcher, um der CDU zuvor zu kommen. Aber was die CDU nicht verstanden hat, ist, dass die Piraten sich schon zwei Jahrzehnte länger mit diesen Themen befassen.

Ich vermute somit, dass das eher wieder ein Ei war, dass sich die CDU selbst gelegt hat. Sie hat damit den Fehler gemacht, wieder bei einem Spiel mitspielen zu wollen, das sie nicht recht beherrscht. Statt sich auf eigenem Grund zu behaupten, wagt sie sich in fremdes Gebiet vor, brüstet sich vor den eigenen Wählern damit, beeindruckt vielleicht ein paar altgediente CDU Wähler, aber macht sich ansonsten eher zum Gespött der Netzgemeinde. Wir dürfen gespannt sein, was weiter mit den Domains passiert und ob dort irgendwann einmal Inhalt auftauchen wird. Ein paar kritische Künstler stehen vermutlich schon Gewehr bei Fuß und lauern darauf was sich dort parodieren lassen wird. :-)

 

 

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Auf der Lauer, nach 100 Tagen

Ich würde nicht sagen, dass Christoper Lauer begnadet darin wäre wichtige komplizierte Sachthemen mühselig voran zu tragen und zu erläutern, aber ab und an höre und sehe ich ihm ganz gerne zu. Die Reden und die Kritik sind durchaus treffsicher und schön vorgetragen und er sagt immer wieder Dinge, die sich viele schon lange gedacht haben, aber die man nach höfischer Gepflogenheit lieber wegschweigt. Tja, Lauer sagt es halt, mit etwas Humor und schön dargestellt :-)

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Gesellschaftlich urinierte Konflikte

Ein lustiges Filmchen, eine nette Idee. Nicht ganz neu aber einmal konsequent durchprobiert.
Wir tun mal so als ob wir irgendwo hin urinieren und warten darauf das sich jemand darüber aufregt.
Nett anzusehen … aber danach sollten wir uns mal ernsthaft unterhalten.

Spannend daran finde ich die Wertefrage die dem ganzen zugrunde liegt. Intuitiv hätten viele Menschen hier vermutlich ähnlich entschieden wie die Polizisten. Insofern wollen wir ihnen mal nicht vorschnell einen Vorwurf machen. Sie sind letztlich nur die ausführende Kraft die das tun was ändere denken dass getan werden sollte. Menschen die einfach auf die Straße urinieren müssen gestoppt werden.

Aber ist das wirklich so? Zu urinieren ist ja keine gänzlich freie Willensentscheidung. Man kann es sowieso nur, wenn man eine ausreichend gefüllte Blase hat. Und man muss es tun, wenn die Blase zu sehr gefüllt ist. Irgendwann hat man schlicht kaum noch eine Alternative. Eine Wasserflasche auf die Straße zu leeren ist hingegen sogut wie immer eine völlig freiwillige Tat. Was hat also die größere Berechtigung?

Andersherum gehen wir mal davon aus, dass Urin auf der Straße nicht so lecker riecht, gerade wenn sehr viele Leute es tun. Bei Wasser aus einer Flasche ist das anders. Doch gibt es zahllose Flüssigkeiten, die in größeren Mengen verschüttet auch nicht so lecker sind. Also 300 Leute die Bier vor meinem Haus verschütten, wäre auch nicht gerade so toll. Was in der Flasche ist, wissen wir im ersten Moment nicht so genau. Es könnte auch Vodka sein. Ist es wirklich Wasser, dann zugegeben, kann man wenig sagen. Wasser ist wohl die einzige Flüssigkeit die outdoor allgemein akzeptiert wird, weil wir gar keine Wahl haben. :-)
Aber zurück zum Urinator. Der Reaktion der Cops nach ist jemand der sich Erleichtert und seine Notdurft verrichtet in der öffentlichen Meinung ein “Bösewicht”, zumindest ein kleiner Bösewicht. In den Worten Notdurft und Erleichtern stecken aber doch schon die wichtigen Schlüsselideen. Da geht es jemand nicht gut, er ist in einer Notlage und er löst dadurch ein dringendes Problem.

Es stehen hier also zwei Bedürfnisse gegeneinander und solche Beispiele sind deshalb so wertvoll, weil sie stereotyp für wichtige moralische Überlegungen sind. Das interessante ist, wie man sich mit der Frage auseinander setzt. Die zwei typischen Optionen die allzu häufig genutzt werden sind:
1) “Hey mir doch egal, ich piss da jetzt hin, weil ich muss!” und 2) “Hey sie dürfen nicht einfach so da hin pinkeln.”
Dabei steckt in 1) oft noch 1a) als wichtige Unteroption “Hey ich pinkel jetzt da hin, weil ich keine Ahnung hab wo ich aufs Klo gehen kann.”

Der böse Urinator ist nicht selten derjenige der sich vorher schon länger mit dem Problem befasst hat. Er/sie haben Möglichkeiten gesucht das Problem gesellschaftskonform zu bewältigen, sind aber gescheitert. Die Schlange an den Toiletten war viel zu lang, es gab zu wenige Toiletten, es gab garkeine Toiletten, man hat ihn dort nicht drauf gelassen oder vielleicht wollte man auch nur Wucherpreise dafür. All das sind mögliche Gründe, wieso er/sie immer noch in dem Problem ist. Dann irgendwann aus purer Not die Straße als Urinationsort zu benutzen ist nicht weiter verwerflich, aber stört trotzdem. Was könnte man also tun?
3) “Hey Sie da, benutzen sie doch die Toilette dort hinten!” 4) “Hey, bitte machen sie das wenigstens hinter einem Busch!” 5) “Ok, lassen sies ruhig laufen, die weigern sich seit Jahren hier ausreichende Toilettenanlagen zu bauen.”

Denn gerade bei Grossveranstaltungen ist das Problem oft frappierend. Wenn man von der Toilette kommt, sollte man sich oft sofort wieder anstellen damit man rechtzeitig wieder dran ist, nach 40 Minuten. Die Zustände auf den Toiletten sind nicht selten unzumutbar. Und man fragt sich ernsthaft, wieso es sich wirtschaftlich lohnt seine Gäste so schlecht zu behandeln zumal gerade die Frauen die Sache nicht einfach durch Strassenurination lösen können. Hier zeigt sich nämlich eine Ungerechtigkeit und es tut sich eine Genderdebatte auf. Männer haben es immer noch irgendwie einfacher. Sie haben mehr Optionen. Zwar machen sie sich damit oft unbeliebt, aber bevor man in die Hose macht, ist das immer noch die bessere Option. Denn Hosenpinkler sind gesellschaftlich auch nicht akzeptiert.

Im Endeffekt kann die Konsequenz oft nur lauten, sich zu entscheiden: a) Nichts mehr zu trinken und den Konsum zu verweigern, b) den Ort der Toilettenlosigkeit schnellsten zu verlassen, c) das Wildpiseln (als Mann) genussvoll als Lösung zu akzeptieren oder d) überall und immer ausreichend Toilettenanlagen zu bauen, diese gut auszuschildern, zugänglich zu halten und diese auch ausreichend zu pflegen sodass jeder sie immer gerne Benutzt.

Denn mir erschließt sich nur eines aus der Überlegung: Es gibt ein Grundrecht auf frei zugängliche Toiletten. Wenn jemand auf der Straße steht und dringend muss, dann muss er eine Chance haben, dass sinnvoll zu lösen. Wenn das nicht geht, dann steht es ihm offen sich anderweitig zu behelfen. Die Pflicht sinnvolle Toiletten zu bauen erlischt damit jedoch nicht.

Klingt jetzt vielleicht lustig, aber auch das wurde schon thematisch bei programmatischen Treffen der Piratenpartei diskutiert. Bisher passte das Feintuning in der Diskussion zu dem Punkt noch nicht, wodurch er immer wieder nach hinten rutschte, aber doch, es ist ein Thema und es hat genau mit den Grundrechten und den anzustrebenden gesellschaftlichen Lösungen für Konfliktbereiche der Gesellschaft zu tun.

Jetzt muss ich leider aufhören zu schreiben … ich muss schon seit drei Absätzen dringend aufs Klo :-/

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Hurra der Blog wurde entdeckt …

… von einem Spambot.

Soweit nicht außergewöhnlich. Deshalb gibt es Vorkehrungen für diese Maßnahmen. Dämlicher Spam der nur Unsinn enthält kann leicht von automatischen Systemen entdeckt und aussortiert werden. Das ist nicht anders als bei Email-Spam. Allerdings reicht das bei Blogs nicht, denn alles was übersehen wird, darf nicht automatisch erscheinen, sonst würde sich der gute Spam am Ende doch lohnen. Deshalb werden Kommentare zunächst nur zwischengespeichert, bis ein Administrator mal einen Blick drauf geworfen hat.

Das was sich seit kurzem hierbei aber ansammelt ist “interessant”, denn der Spam ist auf den ersten Blick gar nicht als Spam erkennbar. Erst bei genauerem Durchlesen beginnt man sich zu fragen: “Was soll das? Das passt doch nirgends dazu?”

Da kommen teils im Minutentakt von verschiedenen “erfundenen” Benutzern ellenlange Texte an in denen Inhalte stehen wie “Arved Fuchs oder Messner sehen eben schon nach Abenteuer aus. In Dir sieht man eben nicht auf den ersten Blick den Freak .” Das klingt ja erstmal irgendwie nach “Mensch” und sowas will man ja nicht unterdrücken. Aber dann liest man “Als ich feststellte, dass Du ebenfalls Kieler bist, noch dazu in meiner Altergruppe, musste ich schon eine gewisse Bewunderung/Ehrfurcht eingestehen” und beginnt sich zu fragen wer hier angesprochen werden könnte.

Das nächste das auffällt ist die fehlerhafte Zeichenkodierung. Eine technische Unzulänglichkeit, die glücklicherweise noch nicht von eifrigen Spam-Programmierern getilgt wurde. Das liest sich dann “sagt:Frau Lust neigt wohl allmc3a4hlich zum Grc3b6c3Ÿenwahn. Sie sagt zwar einerseits, sich nicht fc3bcr Politik zu iresntseieren, mac3Ÿt sich aber andererseits an, alle sonstigen Dresdner Kc3bcnstler als zu unpolitisch einzustufen.

Dennoch beginnt man sich zu fragen ob die Kommentare nicht durch ein technisches Versehen aus anderen Plattformen herüberrutschen und eigentlich aus einem anderen Forum stammen könnten in dem sie sinnvoll sind und erst beim Import auf diesem Blog ihren Zeichensatz vernuddeln. Andererseits sind die Kommentare fast durchweg zu lang und haben Erstellungszeiten die dort liegen wo Menschen eher im Bett liegen.

Also doch wohl nur Müll? Allein dadurch dass man solange darüber nachdenken muss um das zu entscheiden, erhöht die Chance dass einem gestressten Administrator doch mal was durchrutscht oder auch sinnvolle Texte eliminiert werden. Gerade dort wo täglich dutzende Kommentare eintreffen, vertut man sich da leicht. Zum Glück besteht dieses Problem hier nicht. Der Spam überwiegt deutlich und schärft das Bewusstsein für den Müll.

Aber es ist eben leider gut gemachter Müll. Und der liest sich teils wirklich sehr lustig. Unterhaltsam geradezu.

Hi Christa, erstmal eielvn Dank f rs Lob!Den Sternewerfer benutze ich nach wie vor h ufig, wenn es um konkrete und praktische Weltverbesserungsprojekte geht und die Frage nach den Sinn, warum ich bestimmte Projekte einfach tue. Wenn ich in die Position des Sternenwerfers gehe, habe ich schon den Grundantrieb f r mich selbst gefunden berhaupt etwas zu tun. Der Sternenwerfer zeigt mir ganz deutlich, dass ich kleines Licht in der globalisierten Welt mit meinen begrenzten F higkeiten berhaupt etwas bewegen kann. Nicht, warum ich das berhaupt versuche jedenfalls nicht in erster Linie.

Das ist ja schon fast lyrisch. Ein Sternwerfer als Symbol für sich selbst als kleines Licht. Aber wer ist “Christa”? Getrübt wird das Ergebnis auch hier durch die defekten Umlaute. “berhaupt” soll wohl “überhaupt” heissen.

Dann soetwas hier: “in welchem du das Bild deenin Lesern vorstellst. In diesem Artikel verlinkst du bitte auch auf diesen Beitrag hier bei gesichtet.net, so dass ein Trackback bei mir ankommt und ich von deiner Teilnahme erfahre. Kommt der Trackback

Der pflichtbewusste Administrator merkt auf. Huch!? Will da jemand bemerken, dass man ein Bild nur benutzen dürfe wenn man auch ein trackback setzen würde? Aber welches Bild bitte überhaupt? Im Beitrag ging es um Wulff und “BILD”, vermutlich hat das den Spambot verwirrt. :-)

Hallo Mario!Herzlich wilkommen auf meneim Blog!Puh, interessante Ansichten!Auch wenn zB. der Ehrenkodex negativ besetzt ist, die Mitglieder der Hells Angels und der Mafia halten sich aber sehr genau an diese Regeln, sonst…Gerade heute habe ich einen Newsletter von Nur Sharina erhalten, in dem sie zu den derzeitigen kritischen Stimmen in der Internet-Marketer-Branche Stellung nimmt.

Hey! Hallo! Mario, wer ist das? Na egal! Eine Ehrenkodexdiskussion. Aha! Und dann “nur Sharina”. Das klingt doch recht spannend. Es beginnt ja schon richtig Sinn zu machen. Nur wie passt es zu irgendwas auf diesem Blog hier?

Guten Morgen Daniel, na das war ja wieder ein hisseer Tag in New York. Ein bisschen We4rme davon kf6nnten wir hier gebrauchen. Bei uns ist es schon tagelang kalt und es regnet ste4ndig. Ich glaube wenn du heute aufstehst tut dir alles weh vom vielen laufen.

Daniel nun also, aha. Und haben wir nicht Winter in New York? Und nun tut alles weh. Nur vom Laufen? Bitte mehr Details! ;-)

Beeindruckend wird es hier: “ Wenn ich das als Grundlage nehme. Sche4tze ich bei Strom -> Wasserstoff -> Methan -> Strom auf 34%. Nutzt man zuse4tzlich auch die Abwe4rme der Stromerzeugung, verbessert sich der Wirkungsgrad auf 48%. Das setzt allerdings voraus, dass man die We4rme auch nutzen kann. In diesen Mini-/Micro-/Sonstwas- BHKW ist das immer so eine Sache. Im Winter klappt es wunderbar, im Sommer muss man dann zusehen wie man die Abwe4rme an die Umwelt abgibt, damit der Generator fcberhaupt laufen kann.Zum Vergleich: Pumpspeicher kommen auf 70 85%, das ist schon eine andere Grf6dfenordnung.

Ich sollte das mal nachrechieren. Soviel Information! Wenn die stimmen sit das ja schon fast ein Newsletter! Oder jemand hat die Diskussionsseiten aus der Wikipedia kopiert oder einfach Beiträge aus irgendeinem anderen Blog? Die Idee wäre gut. Texte hamstern aus freien Foren und dann als Spam gegen andere Foren und Blogs einsetzen. :-) Vermutlich wird dieser von mir geschriebene Texte dann auch bald als Spam gegen irgendwelche anderen blogs eingesetzt.

Lieber Administrator irgendeines Blogs! (Ich kenne ja Deinen Namen nicht und will Dich nicht einfach Marion, Daniel oder Heinrich nennen.) Falls Du diesen Text in Deinem Spamfilter entdeckst, dann tut es mir herzlich Leid. Such doch mal bei squawk.kuef.de ob Du den Originaltext noch findest, dann geht Dir vielleicht ein Licht auf. Und Hey, dann wäre doch sogar was gutes bei heraus gekommen: Neues Entdecken durch Spam. Wer hätte das gedacht?

Zum Abschluss noch ein Highlight:

sehe ich auch so. der test bei unser ding scheint nicht zu fiurtnonieken. aber mal was anderes: warum bringe ich bilder von mir ins internet, die irgendwann keiner mehr sehen will? warum sollen meine bilder plf6tzlich verschwinden? also, irgendwie le4uft das mit dem internet in eine falsche spur. wir hatten damals was anderes damit vor.

Wow! Hier muss einer der Gründerväter des Internet sprechen. Als er es damals erfunden hatte, hatte er was anderes damit vor. Ich frage mich was eigentlich? Aber das steht da nicht. Vielleicht kommt es ja in einem der nächsten Beiträge.

Falls das hier jemand liest, der einen echten Kommentar geschrieben hat und wirklich ein Mensch ist, der auf einen Blogbeitrage antworten wollte, aber nun gespamfiltert wurde, dann möchte ich mich entschuldigen, aber jetzt wisst ihr ja welche Fehler ihr vielleicht nicht unbedingt machen solltet. An alle Spam Programmierer: Vergesst es gleich wieder, für Euch waren die Tips eigentlich nicht gedacht. Und an alle anderen Blog Administratoren die diesen Text hier erhalten: Mein Beileid!

Mal sehen was heute wieder im Spam Ordner landen wird. Bin schon ganz neugierig. Vielleicht erfahre ich endlich was man damals eigentlich mit dem Internet vorhatte oder was man in New York weiter so erleben kann. :-)

 

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Gebt her eure Handys!

Althandys sind wertvoll, her damit! Aber Geld dafür? Vergiss es!
“BITKOM lehnt Pfand auf Handys ab”
Es geht ja nicht nur um ein Pfandsystem. Man könnte den Rohstoffgegenwert für Althandys ja auch heute schon ausbezahlen und damit die gelagerten Geräte aus den Haushalten locken. 5 Euro bar auf die Hand für ein Altgerät wären doch was. Aber das ist ein bischen wie beim “Altgold”. Die Firmen wollen es zwar haben um es gewinnbringend zu benutzen, aber den wirklichen Gegenwert wollen sie dem Besitzer nicht geben, denn sonst würde sich das Geschäft ja nicht mehr lohnen. :-)

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Der unschuldige Künstler: Wie sich Gier, Kultur und Freiheit im Wege stehen

“Welche Stunde hat es geschlagen?” Dazu braucht man nicht nur eine gute Uhr, sondern muss auch wissen wo man sich gerade befindet, da das Zeitzonendurcheinander über die Jahrzehnte hinweg doch beachtlich ist. Handelt es sich bei solchen Informationen nun um ein allgemeines Gut das für die breite Öffentlichkeit frei nutzbar sein muss oder kann man bei diesen Informationen auf geistiges Eigentum pochen? Zwar stand hier ein Rechtsstreit an, aber leider wurde hier nicht gerichtlich entschieden.

(siehe auch Heise: Rechtsstreit um Zeitzonen-Datenbank beigelegt )

Ich möchte soetwas ja damit vergleichen, dass man Straßenschilder durch verschlüsselte Codes ersetzt und die Entschlüsselung an Patente bindet und dafür Lizenzkosten verlangt. Und es bringt mich zum Grundsatz zurück, dass Patente und Urheberrecht nicht auf solche Dinge angewendet werden dürfen, die für das tägliche öffentliche Leben essentielle Grundlagen darstellen. Zumindest nicht dergestalt, dass dadurch der Zugriff durch die Allgemeinheit behindert wird. Über die Grenzen, ab wann etwas Gemeingut ist, dürfen wir streiten, aber der Grundsatz dass es öffentliche Ressourcen gibt, die für alle frei nutzbar und zugänglich sein müssen ohne Hürden oder Vorbedingungen, muss gewährleistet sein. Das darf man insbesondere bei Diskussion wie um ACTA nicht aus dem Blick verlieren. Zu leicht gibt man sich der Illusion hin, dass das doch alles “klar” und “logisch” wäre und bisher auch funktioniert habe. Wir erwarten, dass unsere Welt doch nicht einfach aus den Fugen geraten könnte, wenn man nur fest genug daran glaub mit guten Absichten zu handeln. Legt man aber immer schärfere Waffen parat mit denen zu wirtschaftlichen Zwecken Lizenzverstösse verfolgt werden können, so beschwört man damit auch völlig ungeahnte Probleme herauf. Denn früher oder später wird in einem kapitalistischen System jemand versuchen die neuen Möglichkeiten gewinnbringend einzusetzen und zwar insbesondere bei den Dingen die wir bisher für Allgemeingut hielten. Aus wirtschaftlicher Sicht stellt dies lediglich “ungenutzte Ressourcen” dar, für die es einen Claim abzustecken gilt. Wie ein Stück Wald das bislang keinem so recht zu gehören schien, in dem einfache Leute ihre Pilze und ihr Brennholz sammelten oder einfach nur spazieren gingen, kann eine neue gesetzliche Regelung plötzlich eine Kontrolle finanziell lukrativ machen, die bislang als Public Domain toleriert wurde. Und eines Tages sind dann rund um den Wald Selbstschussanlagen aufgestellt, weil man es doch nicht akzeptieren darf, wenn Verbrecher dort einfach Pilze stehlen und für umsonst meinen die Waldluft geniessen zu können. Hart gegen “Verbrechen” vorgehen, schreiben sich immer mehr Initiativen auf die Fahnen. Dabei ignorieren sie aber bewusst alle anderen Werte und gesellschaftlichen Ziele und stellen monetäre Interessen in den Vordergrund. Fast wie in einem Kabarettprogramm des Künstlers Gerhard Poldt, als der Tankstellenbesitzer mit einer Schrotflinte gegen Kinder vorgeht, als die sicht verdächtig an seinem Gummibärchen-Automaten zu schaffen machen.

Bei der ganzen Debatte um Urheberrechte, Patente, Lizenzen und geistiges Eigentum ist es wichtig sich einmal die verschiedenen Grundwerte vor Augen zu führen die damit in Kontakt stehen. Neben den berechtigten Interessen der Künstler und Kreativen sind dies sicherlich auch gewisse wirtschaftliche Erwägungen durch die Investitionen “geschützt” und refinanziert werden können. Das Argument, dass auch die Verwertungsindustrie eine gewisse Daseinsberechtigung hat um die Vorfinanzierung großer Projekte zu ermöglichen, muss man keineswegs ganz vom Tisch wischen.

Dem gegenüber stehen jedoch ganz grundlegende Freiheitsrechte, die man in keinem Fall als Kollateralschaden eliminieren darf. Freiht steht dem Urheberrechtsstreben nicht grundsätzlich direkt entgegen, aber beides kann sich nur allzu leicht in die Quere kommen ohne dass es sich um direkte Kontrahenten handelt. Somit besteht Hoffnung, dass sich beides in Kompromissen vereinigen lässt, sobald die grundsätzliche Existenz von Beidem Anerkannt wird. Nur um wirtschaftliche Interessen zu schützen darf man jedoch keine Freiheitsrechte verletzen. Sowenig darf ein Polizist in einer Bank wild um sich schießen in der Hoffnung damit auch den Bankräuber zu treffen, wenn dabei Unbeteiligte gefährdet werden. Und man darf nicht pauschal einer ganzen Schule Hausarrest geben, weil man den Verdacht hat am Schulhof würden “illegale Kopien” getauscht und dadurch die erwarteten Gewinne geschmälert. Damit ist die Freiheit, zusammen mit allen Grundrechten, ein Grundsatz der nicht verhandelbar ist, der oberste Schutzpriorität genießt und mit dem sich Urheberrechtsmassnahmen irgendwie arrangieren müssen, auch wenn es sie nerven mag.

Genauso aber darf man auch das Gemeinwohl nicht außer Acht lassen, denn daher kommt das ursprüngliche “Copyright” und “Patentrecht” als Idee. Man will dass sich Erfindungen und Entwicklungen für den kreativen Kopf lohnen und er dadurch angespornt und am Leben gehalten wird. Aber letztlich tut man dies nicht primär um einen Künstler zu Reichtum zu verhelfen, sondern um für die Allgemeinheit ein Optimum zu erreichen. Das heißt, dass man durch Kreativität durchaus reich werden darf und soll, aber es ist nicht das primäre Ziel, das den Überlegungen zugrunde liegt, Die Werke stehen der Öffentlichkeit für den kulturell kreativen Evolutionsprozess zur verfügung und befördern kaskadierende Entwicklungen. Der Künstler wird dafür angemessen entlohnt, sodass er auch fortan weitere Schöpfungsakte leisten kann.

Gleichzeitig sollen jedoch auch Künstler untereinander auf ihre Werke und Kulturgüter aufbauen und die Gemeinschaft damit optimal profitieren. Zugangshürden und Beschränkungen haben in dieser Überlegung eigentlich keinen Platz. Sie stehen dem Ideal sogar sehr deutlich im Wege und sind allenfalls, sehr begrenzt, ein akzeptables notwendiges Mittel um einen ausgewogenen Weg zu beschreiten, der der Gesellschaft maximal nützt und den Künstler in dem dafür notwendigen Maße sinnvoll entlohnt und anspornt. Primäres Ziel dabei ist aber das Gemeinwohl zu maximieren, nicht die Gewinne des Künstlers oder gar einer Verwertungsmaschinerie.

Die Maxime der heutigen Gesetzesinitiativen hat aber genau das nicht im Blick, sondern zielt allein auf geistige Protektorate ab mit denen Erlösmodelle geschützt werden. Das Gemeinwohl bleibt hier weitgehend aussen vor und unberücksichtigt. Man arbeitet also nicht unbedingt gegen das Gemeinwohl, aber es ist auch kein Ziel und kein Teil der Überlegungen und Massnahmen. Man scheint es schlicht vergessen zu haben. Der Kapitalismus hat seine Basis aus den Augen verloren, aus der er hevor gegangen ist und auf dessen Fundament er baut. Das ist ein weitraus größeres Problem, welches sich im Urheberrecht nur symptomatisch äußerst.

Dass eine Gesellschaft nur durch Kultur existiert und diese Kultur einem ständigen Evolutionsprozess unterworfen ist, kann man sehr schön in dem vierten Teil von “Everyhting is a Remix” sehen. Wir dürfen niemals vergessen, dass kreative Entwicklungen keineswegs aus dem Nichts erscheinen. Sie sind immer eine Folge von Modifikationen, Adaptionen, Rekombinationen und Schlussfolgerungen. Diese Prozesse funktionieren aber nur dann wenn auf ausreichend vorhandenes Ausgangsmaterial zurück gegriffen werden kann und dieses auch in einem breiten Gesellschaftlichen Bewusstsein existiert und für Jedermann zugänglich ist. Leicht zeigen lässt sich dies an guten Witzen, die nur funktionieren, wenn man über Hintergrundwissen, insbesondere zu gesellschaftlichen Stereotypen, informiert ist und hier Zuhörer und Erzähler auf die gleiche kulturelle Basis zugreifen können. Wenn Sie nicht wissen was ein “Palomdaner” und ein “Nelotze” ist, weil beides geschützte Begriffe sind für die Gebühren und Lizenzen notwendig werden, dann kann man auch keine Witze erfinden oder populär machen die anfangen mit: “Geht ein Palomdaner und Nelotze eine Beritze entlang und da sehen sie einen Spunk.” Das Wort Spunkt sollten sie allerdings kennen, denn das ist Kulturgut.

Wie ist es nun also mit Worten wie “Spunk” oder erfundenen Figuren und Geschichten. Soll man sie der kulturellen Evolution entziehen, indem man sie wegsperrt und erzwingt, dass jeder der sie nutzt auch eine entsprechende Lizenz dafür entrichtet. In der Praxis wird dies dazu führen, dass diese Elemente, diese Symbole und Memen aus dem kulturellen Gedächtnis einer Gesellschaft getilgt werden, anstatt sie zu bereichern. Aber wer sollte ein Interesse daran haben? Es ist eine destruktive Idee die nur einen Vorteil bringt: Gewinn. Und seien wir mal ehrlich.

Das Idealbild eines Künstlers ist nicht, dass er vornehmlich versucht Gewinne zu machen. Ist ein kreativer Akt nicht immer auch mit einer idellen Idee gekoppelt? Diesen Ursprung des künstlerischen Schaffens, dürfen wir nicht aus den Augen verlieren. Die Idee um eine gute Sache und eine Botschaft, darf nicht aus dem Blick geraten. Eine Bereicherung der Kultur mit einem Gedanken, einer Botschaft, einer Geschichte mit Moral. Das ist doch der wesentliche Ursprung echter Inspiration, abseits von jeglichen anderen Nebenbedingunen.

Ich möchte nun nicht behaupten, dass es für einen Künstler Belohnung genug sein müsste, wenn seine Botschaft gehört wird. Natürlich ist insbesondere auch ein Künstler in einem kapitalistischen System gefangen. Es ist somit auch das Problem, dass er Geld benötigt um in der Gesellschaft überlebensfähig zu sein. Diese Gesellschaftsordnung haben sich wenige Künstler so ausgesucht, aber fast alle müssen sich ihm wohl oder übel unterordnen. Aber dennoch ist der Ursprung des Schaffens von wirklich kreativen Küsntlern nicht das Streben nach Geld. Das Unterscheidet sie ganz wesentlich von der Verwertungsindustrie und noch mehr von einem Investmentbanker. Das Geld ist Mittel zum Zweck und notwendiges Übel für das Überleben. Die Botschaft und die Idee sind das eigentlich Ziel des Strebens.

Damit ist es dem prototypischen Künstler wichtig, dass seine Botschaft sich als Meme in der kulturellen Evolution wiederfindet und weiter lebt. Eine Idee die parodiert und weitergestrickt wird ist Kult. Dazu muss sie aber zugreifbar, verfügbar, referenzierbar und jedem aufzeigbar sein. Das martialische Verfolgen von Urheberrechtsverstößen ist somit einem echten Künstler eher ein Dorn im Auge. Es ist vielleicht ein notwendiges Übel, aber dadurch ergeben sich zahlreiche Nachteile für das eigentliche küsntlerische Ziel. Die Botschaft kommt nicht mehr an. Anders sieht es hingegen für die Verwertungsindustrie aus, denen idelle Botschaften relativ egal und nur Mittel zum Zweck sind. Ihr eigentliches Ziel ist das Realisieren und Sichern von Gewinnen. Und damit ergibt sich auch das differenzierte Bild. Bestrebungen wie ACTA, PIPA und SOPA sind nicht das Werk von Künstlern, sondern von Verwertern. Es wird hier nicht das Allgemeinwohl und die kulturelle Evolution gefördert, sondern das Gewinnstreben protegiert. Freiheit und Grundrechte sind hierbei oftmals lästig und im Weg. Am Ende darf sich nicht das wirtschaftliche Interesse an die Spitze allen Tuns und Handelns setzen, sonst zeigt der Kapitalismus nur einmal mehr seine hässliche Fratze.

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