Feuermelder löst Großbrand aus, aber Versicherung erkennt Feuer nicht an

Es war vermutlich gegen 2:30 am frühen Donnerstag Morgen, als in der Lagerhalle der Firma Bürgerwerk ein Feuer ausbrach, das in dem Industriegebiet jedoch zunächst nicht bemerkt wurde. Erst gegen fünf Uhr morgens wurde der Brand von mehreren Passanten entdeckt. Da stand die Lagerhalle und mehrere angrenzende Gebäude jedoch schon in Flammen. Der Schaden war enorm. Die Feuerwehr weigerte sich jedoch anzurücken, da nach ihrer Erkenntnis kein Brand vorliegen könne, denn das ganze Areal war mit Brandmeldern ausgerüstet, die keinen Alarm anzeigten.

Das Gebäude brannte daraufhin weitgehend nieder. Die Schäden konnten nur bedingt von der schlecht gerüsteten Betriebsfeuer im Zaum gehalten werden. Insgesamt entstand jedoch enormer Sachschaden. Die Firma war sich zunächst keiner Schuld bewusst, hatte sie sich doch entsprechend der Vorgaben der Feuerwehr korrekt verhalten und alle Gebäude durch die Feuerwehr mit Brandmeldeanlagen ausrüsten lassen. Zudem bestand eine umfassende Versicherung gegen Brandschäden. Die Versicherung weigerte sich nun jedoch die entstandenen Schäden zu übernehmen, da ja offenbar kein Brand vorgelegen habe, wie die Protokolle der Feuerwehr eindeutig aufzeigen würde. Wie es dann zu den enormen Schäden und den Beobachtungen der Passanten gekommen war konnte und wollte die Versicherung jedoch nicht erklären.

Kein Ersatz und noch beschuldigt obendrein

Die Firma blieb somit auf ihrem kompletten Schaden sitzen und sieht sich in der Situation, dass die Feuerwehr und die Versicherung ihren eigenen Brandmeldesystemen mehr vertraute als Beobachtungen durch Passanten und der Betriebsfeuerwehr. Weiter noch stand nun plötzlich der Vorwurf im Raum, die Firma hätte die Schäden vermutlich vorsätzlich selbst verursacht. Es wurden somit Ermittlungen wegen vorsätzlichem Versicherungsbetruges und Brandstiftung eingeleitet. Zudem wurden Ermittlungen gegen die Betriebsfeuerwehr aufgenommen, die der vorsätzlichen Falschaussage, der Beihilfe und der Verschärfung der Situation beschuldigt wurde.

Die Ermittlungen zur eigentlichen Brandursache wurden eingestellt, da die Feuerwehr hier grundsätzlich als glaubwürdiger und kompetenter einzustufen ist und sich ja per se der Brandbekämpfung widmet, sie also nicht für einen Brand ursächlich verantwortlich gemacht werden kann. Da die Feuerwehr aber deutlich erklärt habe, es hätte keinen Brand gegeben, war somit offensichtlich, dass es keine Feuer gegeben haben konnte und alle weiteren Ermittlungen diesbezüglich wären nicht sachgerecht.

Wer war der Übeltäter?

Die Firma kam jedoch selbst zu einem deutlich anderen Schluss. Sie konnte den Vorfall soweit rekonstruieren, dass die Brandmeldeanlage der Feuer, nicht nur defekt war und somit keinen Feueralarm auslösen konnte, sondern darüber hinaus, durch ihren Defekt sogar ursächlich für das Brandereignis war. Der beschriebene Defekt war möglicherweise schon bei einer Reihe weiterer Installationen aufgetreten, hatte jedoch nicht immer zu einem Großbrand geführt. Die grundsätzliche Gefährdung durch einzelne fehlerhafte Module war jedoch wahrscheinlich und es konnte nicht geklärt werden wo und ob weitere Module diesen Typs mit ähnlichem Defekt weiterhin im Einsatz sind.

Die Feuerwehr ihrerseits lies der Firma untersagen, diese Darstellung zu veröffentlichen, da es das allgemeine Vertrauen der Menschen in Feuerwehr und Brandmeldesysteme untergraben würde. Auch die Politik war sich einig darüber, dass man es nicht zulassen dürfte, die Brandmeldesysteme oder die Feuerwehr in Frage zu stellen, da dies sonst zu weiteren Bränden, mangels entsprechender Brandmeldeanlagen führen würde.

Das Feuer das niemals existiert hat

Ungeachtet des Verdachtes eine Defektes in weiteren Modulen verbaut die Feuerwehr jedoch weiterhin Brandmeldeanlagen diesen Typs, mit der offiziellen Begründung, dass es bisher in keinem Fall zu einem Brand durch eine solche Anlage oder einer Nichterkennung eines Feuers gekommen sei. Das beschriebene Ereignis wird kategorisch als versuchter Versicherungsbetrug bezeichnet, für den die Firma inzwischen rechtskräftig zu einer hohen Strafzahlung verurteilt wurde.

Als befremdlich stufte die nun bankrotte Firma ein, dass für die Ermittlungen einer möglichen Brandursache und der Frage ob überhaupt ein Feuer die Schäden verursacht haben könnte, einzig die Feuerwehr selbst zuständig war. Der Verdacht dass diese eine mögliche eigene Fehlentscheidung decken könnte und hier ein untolerierbarer Interessenskonflikt vorliegen würde, drängt sich zwar auf, wurde jedoch allgemein als absurd zurückgewiesen. Man dürfte die Feuerwehr nicht in ein schlechtes Licht rücken. Das würde die Feuerwehrleute unfair einer pauschalen Beschuldigung aussetzen. Es gäbe keinen Grund an der Loyalität und Kompetenz der Feuerwehr zu zweifeln.

Die Unsicherheit kann man nicht wegdiskutieren

Bei vielen Firmen herrscht inzwischen ein unangenehmes Gefühl. Anstatt das mögliche Problem offen anzusprechend, schwelen die hartnäckigen Gerüchte nun vor sich hin. Viele Firmen, so hört man, vertrauen der Feuerwehr nicht mehr, haben sogar inzwischen deutlich mehr Angst vor ihr, als vor sonstigen Brandereignissen. Es wird inzwischen unter der Hand die Frage laut, ob man hier nicht den Bock zum Gärtner gemacht hätte. Wie soll man damit umgehen, wenn das, was einem Sicherheit bringen soll, selbst zum Sicherheitsrisiko wird, aber niemand bereit ist sich dieses Problems anzunehmen, sondern es lieber unter den Tisch kehrt, mit der Begründung, die entsprechenden Firmen hätten eine zu rege Fantasie und wären alles Betrüger, die die Versicherungen ausnehmen wollten.

Wer offen Kritik äußert, gerät oft selbst in ein schräges Licht. Dabei wäre allen am meisten geholfen, wenn die Brandmeldesystem wieder korrekt und zuverlässig funktionieren würde und die Feuerwehr adäquat auf alle Brände reagieren würde ohne selbst Feuer zu verursachen. Dieses gemeinsame Ziel, scheint jedoch in weiter Ferne. Es gibt keine Bereitschaft, die defekten Bauteile, möglichst restlos aufzuspüren und vollständig aus dem Verkehr zu ziehen. Lieber wird an dem Wunsch festgehalten, dass doch alles schon in Ordnung sein möge. Dabei erreicht man genau das Gegenteil vom angestrebten. Die Firmen verlieren das Vertrauen in Brandmeldesysteme und Feuerwehr, aber auch in die Kompetenz, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Gewissenhaftigkeit von Feuerwehr, Politik und Gerichten.

Feuerwehrleute fühlen sich zu unrecht der Kritik ausgesetzt

Die Feuerwehr selbst wird gefürchtet, obwohl sie in vielen Fällen doch wirklich nur helfen und vor Feuer retten will. Die Feuerwehrleute selbst, werden nun erst recht pauschal in Misskredit gebracht. Diejenigen die sich am meisten um die Firmen bemühen wollen, stoßen auf Ablehnung und Feindseligkeit. So fühlen sich viele Feuerwehrleute ungerecht behandelt. Sie vermissen den Respekt, der ihrem gefährlichen Beruf eigentlich gerecht wird. Manchmal macht sich regelrechte Verzweiflung und Wut bei ihnen breit angesichts der zunehmenden Weigerung Brandmeldesysteme zu installieren. Denn vermutlich ist ein Großteil der eingesetzten Brandmelder in Ordnung, ungefährlich, funktioniert tadellos und rettet damit wirklich Leben. Da jedoch keine Aufklärung und Aussonderung der wenigen Problemgeräte möglich ist, bleiben diese weiterhin im Umlauf und im Einsatz und verursachen Angst, Schrecken und in manchen Fällen sogar auch neue Großbrände.

Ein nicht hinzunehmender Zustand? Eine nicht nachvollziehbare Weigerung sich mit dem eigentlichen Problem zu befassen? Völliger Wahnsinn weiterhin Brandmelder zu benutzen, die selbst die größeren Schäden verursachen? Eine Perversion das Opfer zum Täter zu definieren, nur um eine Berufsgruppe zu schützen? Völlig ungerecht den fleißigen Feuerwehrleuten gegenüber, die dadurch in Misskredit kommen?

Es handelt sich bei dieser ganzen Geschichte um eine Satire, eine Parodie, eine Verschiebung eines real existierenden Problems in einen anderen Bereich. Dadurch soll das Problem besser und vorurteilsfrei verständlich und greifbar werden.

Wer ist wirklich die Feuerwehr, die manchmal Brände verursacht?

Natürlich geht es hier nicht um Feuerwehrleute. Aber es geht um Sicherheit. Es geht um Recht und Ordnung. Und es geht um diejenigen, die in einer Demokratie mit Gewaltenteilung für deren Durchsetzung zuständig sind. Was aber, wenn genau bei diesen, einzelne ihre Tätigkeit falsch verstehen und ins Gegenteil verkehren. Was, wenn die, die für Sicherheit, Recht und Ordnung sorgen sollen, diese selbst zerstören und damit zur Gefahr für alle anderen werden. Was wenn man diese defekten Komponenten aber nicht aussortieren will, weil man meint, dadurch den gesamten Sicherheitsapparat schützen zu müssen, aber eigentlich nur ein Problem vertuscht und dadurch immer größer werden lässt?

Sowas gibt es nicht in Deutschland? Kein einziger “Brandmelder” der defekt wäre, selbst den Brand auslöst und dennoch weiter im Einsatz ist?

Gefahren erkennen und außer Dienst nehmen – Der Sicherheit zuliebe

Einzelfälle? Sicherlich! Der überwiegende Teil funktioniert gut. Aber genau darum geht es. Wie viele defekte Brandmelder können und wollen wir akzeptieren? Vertrauen kann man nur aufbauen, wenn man die wenigen faulen Eier konsequent aussortiert. Immerhin sind “Brandmelder” und “Feuerwehren” kein Spaß, sondern etwas, auf das man sich im Notfall möglichst 100% verlassen können muss. Anzunehmen, jeder Defekt wäre doch sicher der letzte gewesen und alle noch verbleibenden Komponenten wäre in jedem Fall sicher ist absurd, denn es brennt leider immer wieder. Brandmelder die aber selbst zur Brandursache sind auch in geringen Stückzahlen nicht zu tolerieren. Und wenn man nicht bereit ist konsequent die Ursachen und Probleme auszuforschen, liegt es nahe, dass vieles weiterhin übersehen wird, das man eigentlich sofort außer Dienst nehmen müsste.

Soll es also weiterhin brennen? Sollen wir tüchtige “Feuerwehrleute” ad absurdum führen und uns von ihnen entfremden, weil wir sie nicht gerecht behandeln und nicht unterscheiden zwischen guten und schlechten Feuerwehrleuten und Brandmeldern?

Wenn Verantwortung wieder etwas zählt, kann Vertrauen auch wieder wachsen

Ich würde es uns allen und den “Feuerwehrleuten” wünschen, dass es wieder einen Unterschied macht ob man der hohen Verantwortung seines Berufes gerecht wird oder nicht. Verantwortung muss sich besonders für “Feuerwehrleute” endlich wieder lohnen!

Mehr Verantwortung, weil es uns allen zugute kommt!
(Immer noch keine Ahnung von was ich schreibe?)

 

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Was Facebook mit Raucherclubs zu tun hat.

By © 2005 by Tomasz Sienicki [user: tsca, mail: tomasz.sienicki at gmail.com] (Photograph by Tomasz Sienicki / Own work) [GFDL (www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC-BY-SA-2.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia CommonsAuf den ersten Blick mag es nicht auffallen, aber sowohl bei Raucherclubs, wie auch bei Facebook kann man sich wunderbar darüber streiten ob es so was braucht. Es kommt dabei immer nur darauf an ob man Nutzer ist oder sich bewusst gegen eine Nutzung entscheidet. Das Dilemma für die Nicht-Nutzer ist jedes mal dasselbe: Die Nutzer tummeln sich darin und verstehen nicht recht wieso man nicht mit kommen will.

Nun sieht sich der Nicht-Nutzer einem sozialen Dilemma ausgesetzt: Soll er sich seinem sozialen Umfeld anpassen und einfach mitkommen in den Raucherclub und sich dort vollqualmen lassen. Manchen macht das nicht viel aus und sehen es als Toleranz, so lange man zur Abwechslung dann auch mal in Nichtraucher-Clubs geht. Genauso bei Facebook: Man kann ja Mitglied werden und dann auch alle Posts und News von Freunden mitbekommen. Dafür aber könnte der Freund einem auch einfach mal eine gute alte Email schreiben oder zum Telefonhörer greifen.

Aber sollte man das wirklich tun? Sollte man sich dem “Unvernünftigen” anbiedern und mitgehen in die Raucherhölle die einem Schaden zufügt. Oder sollte man Facebook wirklich seine Daten geben, nur damit man erfahren darf, was die eigenen Freunde machen? Ist das nicht völlig gemein und unfair?

Und was sind das überhaupt für Freunde, die einen da einfach versuchen in was mit zu schleifen, was man nicht will. Wieso sind die nicht mal tolerant und verzichten einfach auf Facebook und Raucherlokale. Die müssen das doch nicht unbedingt machen. Das kann mir doch egal sein, wenn die das unbedingt wollen. Die sollen auch mal verzichten. Und wenn sie das nicht wollen, wenn sie das nicht können, wenn sie nicht so vernünftig sind, dann sollen sie aber aber mal müssen. Jawoll! Verbieten sollte man es ihnen! Als illegal einfach zunageln und wegverbieten! Dann darf es keine Raucherclubs mehr geben und kein doofes Facebook. Alles einfach illegal und damit das Problem endlich wegdefiniert. Und die Freunde müssen sich dann auch dran halten. Weil auf uns nehmen sie ja nie rücksichtig, aber so kann man sie zwingen. Und wir sind auch nicht mehr im Dilemma, dass wir ja eigentlich nicht dorthin mit wollen und eigentlich konsequent sein wollen, aber dann vielleicht doch dem sozialen Druck vielleicht wieder nachgeben. Deshalb Verbote von allem was uns sozialen Druck machen könnte.

Denn wo kämen wir denn sonst hin? Soll man etwa die Freunde wechseln, nur weil den das Rauchen wichtig ist und wir ihnen egal sind? Soll ich mein soziales Umfeld aufgeben nur weil dort alle in Facebook jedes intime Detail posten? Das wäre ja etwa so, als würde ich mich von meinen Freunden distanzieren, nur weil sie alle bei der falschen Partei sind und mir dauernd ihre politische Meinung unter die Nase reiben. Die sollen da doch einfach mal still sein und ihre politischen Ideen nicht immer in meine Diskussionen mit einkippen. Das sollte man ihnen verbieten, sich da einfach so vor mir politisch äußern zu dürfen. Überhaupt sollte man alle Parteien einfach verbieten. Wo kommen wir denn dann hin, wenn mich meine Freunde dann nötigen darüber nachdenken zu sollen, wo ich das doch gar nicht will. Wir brauchen endlich mehr und strengere Verbote, gegen all diesen sozialen Druck, den mir meine Freunde da sonst machen!

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old squawk, new squawk

Kurzmitteilung

Hinweis zu diesem neuen bzw. zum alten bisherigen Blog!

Ich habe mich entschlossen von Serendipity auf WordPress zu wechseln und dabei einige weitere Umstellungen vollzogen. Die alten Inhalte des unter Serendipity laufenden Squawks kann man (vorerst noch) unter der früheren Adresse finden, während dieser neue Blog von mir unter einer eigenen Subdomain läuft. Ich plane manche Inhalte des alten Blogs zu übernehmen und den Rest irgendwann mitsamt dem alten Blog zu entfernen. Wer im Moment mehr Inhalte sucht, sollte einmal einen Blick in den alten Blog werfen, da dieser neue hier noch ein wenig dünn aufgestellt ist. :-)

 

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